Neben dem Überleben-Faktor während der Corona-Pandemie, kann diese Zeit für ein stärkeres Miteinander genutzt werden. Gerne teile ich mit dir meine weiteren Ideen zur Selbstfürsorge und damit zur Selbststärkung, die für mich hilfreich sind. Lass dich gerne inspirieren und nimm gerne was für dich mit!

Die fünf Gewohnheiten

Ich stelle dir meine täglichen grundlegenden Gewohnheiten vor, die mir helfen, energievoll im Alltag zu bleiben. Am Anfang war das eine richtige Herausforderung (einschlafen ohne Social Media, meine Güte!), dann ging es mehr um kleine Versprechungen gegenüber sich selbst. Auch wenn es darum ging fünf Gläser Wasser am Tag zu trinken. Es ging mir dabei um einen Selbstrespekt (ich verspreche mir was und dann mache ich es aber doch nicht, weil es mir nicht genug wichtig erscheint) und Stärkung der Selbstdisziplin. 

So bin ich auf meine fünf Gewohnheiten gekommen:

1. genug schlafen (sind bei mir 7-8 Stunden)

2. reichlich Wasser trinken (ich bemühe mich 10-15 Gläser am Tag.)

3. frische Luft (momentan eine – zwei Stündchen täglich)

4. ausgewogene Ernährung (ich bin keine Expertin darin, versuche einfach mehr Gemüse und mehr Grün generell zu essen)

5. Bewegung (ein Hoch auf You Tube und Milionen Videos mit Sportübungen, ich versuche täglich 20-30 Minuten den Körper zu bewegen).

Das sind meine Alltag-Grundlagen, insbesondere in einer Zeit, die noch mehr Achtung auf mein Wohlergehen verlangt. Dies hilft mir, ein Gleichgewicht zu halten.
Am Abend mache ich ein 10 sekündiges Check, was hat gefehlt, was war ok, etc. Ich merke, dass wenn es soweit mit den Basics bei mir klappt, bin ich ruhiger, entspannter, habe mehr Energie nach Lösungen zu suchen.
Ich bin der Meinung, dass auch in dieser außergewöhnlichen Zeit munter und heiter bleiben kann (natürlich bin ich auch für andere unangenehme Zustände offen – alles darf sein, halt nicht als Dauerzustand:-))

Ich hoffe, ich konnte dich etwas unterstützen und du kannst was für dich mitnehmen. 

Selbstreflexion: Hast du Lust was in kleinen Schritten für dich was zu starten?

Täglich mindestens eine Stunde draußen, jetzt nur an menschenleeren Orten.

Eine einzige Einstellung

Eine positive Einstellung hat einen enormen Einfluss auf meine Gefühle und mein Verhalten im Kontakt mit den anderen.

Mit dem Corona-Virus und dem Lockdown merkte ich, dass bei mir vor allem ein Gefühl der Unsicherheit präsent ist. Die Angst wie wird es weitergehen, was passiert mit meinen Nächsten, mit dem Job, Geld, usw.? Geht es dir auch so?
Nur eigentlich lebte ich auch vor Corona in der Unsicherheit und der Unvorhersehbarkeit. Jeden Tag besteht das Risiko für mich, dass ich krank werden oder sterben kann, den Job oder das Geld verliere. Diese angebliche Sicherheit des Lebens vor Corona gab es also nicht für mich.
Ich habe noch vor Corona gelernt, mit dieser generellen Unsicherheit zu leben und lade diejenigen, die grade damit eine Herausforderung haben, dazu ein, sich einen Crash-Kurs dazu zu legen. 🙂
Normalerweise planen wir: Wenn das Kind einschläft, arbeite ich am Rechner. Dann passiert was ungeplantes: Das Kind will nicht einschlafen. Ich sehe dann zwei Möglichkeiten: Ich sage NEIN zu der Situation – ich meckere („Warum habe ich nie Zeit für mich selbst?“), mache einen Widerstand. Ich fühle mich als Opfer und verliere Energie für den Kampf gegen etwas, was größer ist als ich und worauf ich eh keinen Einfluss habe.
Oder ich sage JA zu der Situation und lasse mich mitnehmen, ich akzeptiere sie. Ich nehme einen tiefen Atem und mache mir Musik an. Es heißt nicht, dass die unangenehmen Gefühle dann weggesteckt werden – im Gegenteil bekommen sie dann ihren Raum und Akzeptanz. Ich kann dann schreien, wütend werden, heulen … und wenn es vorbei ist, frage ich mich: „Ok, was kann ich jetzt damit machen? Wie komme ich am besten aus der Situation heraus?”
Und so versuche ich täglich allem, was mir im Leben begegnet ein JA zu sagen. Dem Lockdown, dem müden Kind, den Nerven, die aufkommen .. Ich sehe darin eine Chance zu lernen, das Leben so anzunehmen, wie es kommt. Das Einzige was ich kontrollieren kann, sind meine Gedanken, Einstellung und Entscheidung wie ich die Welt betrachte. Alles andere ist außerhalb meiner Kontrolle. Ich kann mehr oder weniger einen Einfluss darauf haben, jedoch keine Kontrolle. Ich brauche sie ja eigentlich nicht, zum Glück. Denn die JA-Einstellung hilft mir bis jetzt, das Leben so anzunehmen, wie es kommt und es in vollen Zügen und seiner Authentizität  zu erleben.

Selbstreflexion: Wie ist es heute mit deiner Einstellung? Sagst du eher ein Ja oder ein Nein zu dem (deinem) Leben?